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400 m. Jubiliejus



 
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Schon seit Anfang des 16. Jahrhunderts war Šiluva durch das die ganze Woche dauernde Ablassfest zu Mariä Geburt (8. Sept.) berühmt. Nachdem der Kalvinismus in der Mitte des 16. Jahrhunderts in der Umgebung von Šiluva die Oberhand gewann, wurde die katholische Kirche zerstört und die Verehrung Mariä verdunkelt.

1608 hat in Šiluva die Erscheinung Mariä stattgefunden. Das war, wie man vermutet, die erste Erscheinung der Hl. Jungfrau in Europa. Ausserdem erschien sie das erste und vielleicht das einzige Mal in der christlichen Geschichte einem Angehörigen anderer Konfession, einem Kalvinisten. Nach der Erscheinung Mariä lebte der katholische Glaube in Šiluva wieder auf, und die Verehrung der Gottesmutter ist noch grösser geworden.

Seit dem Anfang des 17. Jahrhunderts wird in Šiluva das durch seine Wunder berühmt gewordene Bild der Gottesmutter mit dem Kind verehrt. Mit Erlaubnis des Papstes Pius VI wurde das wundertätige Bild der Hl. Jungfrau 1786 gekrönt.

Während der Sowjet-Zeit versuchten die Behörden verschiedentlich, auch mit Verfolgungen, die Glaubenden an der Teilnahme am Ablassfest zu hindern. Aber alle Massnahmen konnten den Zustrom der Pilger nicht aufhalten.

Am 8. September 1991 wurde Litauen in Šiluva von Kardinal Vincentas Sladkevičius dem Schutz der Hl. Jungfrau anvertraut.

Am 7. September 1993 besuchte Šiluva Johannes Paul II. Er betete hier für die Familien Litauens.

Das länger als eine Woche dauernde Ablassfest ist ein wichtiges Ereignis im religiösen Leben Litauens.